Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Projekt „KI&“ des KI-Labs der Hochschule für Gestaltung Offenbach wurden Conrad Weise und Kjell Wistoff eingeladen, ihre gemeinsame Recherche „KI & Komprimierung: Ästhetik des Hyperdurchschnitts“ zunächst in Form eines Vortrags vorzustellen und anschließend als Text für die begleitende Publikation weiterzuentwickeln.

Die Arbeit untersucht generative KI aus der Perspektive von Komprimierung und Entropie. Ausgehend von statistischer Sprachmodellierung und Informationstheorie fragen Conrad Weise und Kjell Wistoff, wie KI große Mengen an Information zu Wahrscheinlichkeiten und wiederkehrenden Mustern verdichtet. Im Zentrum steht dabei der Begriff des „Hyperdurchschnitts“: die Tendenz generativer Modelle, niedrig-entropische, häufige und damit gut vorhersagbare Muster gegenüber dem Seltenen und Unvorhersehbaren zu privilegieren. Davon ausgehend untersucht die Arbeit, wie sich diese Logik über die technische Ebene hinaus in Ästhetik, Ideologie und den Interaktionsformen heutiger KI-Systeme fortsetzt.

Der aus dieser Zusammenarbeit entstandene Text ist nun in der Publikation „KI&“ bei DISTANZ erschienen.