Prototyping Things
Dieser Kurs vermittelt grundlegende Methoden des Designs und Prototypings im digitalen und analogen Kontext. Im Zentrum steht die Entwicklung und Gestaltung von Produkte und Anwendungen, die gesellschaftliche, kulturelle und ästhetische Kontexte aktiv einbeziehen.
Die Studierenden lernen, wie sie mit unterschiedlichen Materialien – von Papier, Ton und Schaumstoff bis zu digitalen Werkzeugen wie CAD und 3D-Druck – Ideen und Konzepte in Prototypen übersetzen. Sie üben verschiedene Formen des Prototypings, von Skizzen über analoge Modelle bis zu interaktiven digitalen Entwürfen.
Der Kurs sensibilisiert für die multiperspektivische Betrachtung von Produkten und deren Entwicklungskontexten: Durch Storytelling, Rollenspiele und den bewussten Einsatz von Kommunikationsmitteln wie beispielsweise Bild, Text, Ton und Film interpretieren die Studierenden Produkte als vielschichtige Systeme, die soziale und technische Schichten verbinden. Dabei wird auch die Nachhaltigkeit von Materialien und Produktlebenszyklen hinterfragt.
Im Verlauf des Kurses setzen die Teilnehmenden Methoden des User Research und Testings ein, um Prototypen kontinuierlich zu evaluieren und zu verbessern. Ein besonderer Fokus liegt auf Prototypen die als experimentelle Werkzeuge dienen, um Designprozesse zu steuern, Kommunikation zu gestalten und Nutzer*innen gezielt einzubeziehen.
Im Rahmen eines praktischen Projekts entwickeln und dokumentieren die Studierenden eigenständig Prototypen, reflektieren ihre gestalterischen Entscheidungen kritisch und setzen gewonnenes Feedback um. Der Kurs fördert so die Fähigkeit, originelle und kontextsensible Produktideen konzeptionell stark umzusetzen und zugleich die Komplexität von Design in vernetzten, sozialen und materiellen Umgebungen zu verstehen und zu gestalten.